
Warum engagieren sich Menschen freiwillig und unbezahlt? Die digitale Zivilgesellschaft macht es seit Jahren vor. Dazu zählen Vereine, Initiativen und Freiwillige, die sich online für gemeinsame Anliegen einsetzen. Ein bekanntes Beispiel ist Wikipedia: Tausende Freiwillige schreiben und prüfen Artikel und geben sich eigene Regeln.
Simone Orgel kennt diese Welt aus der Praxis: Bis Ende 2017 war sie Head of re:publica & International Relations. Bis Mai 2023 leitete sie bei Wikimedia Deutschland den Bereich Communitys, Gesellschaft und Politik.
Community als Haltung
Simones These: Community ist eine Haltung, die die ganze Organisation trägt. Eine aktive Community ist für Medienhäuser eine Chance. Nutzer*innen ergänzen Berichte um Hinweise und Perspektiven, binden sich langfristig an ein Angebot und prägen den Ton in Diskussionen mit.
Moderation ist dabei Gastgeberin: Sie setzt klare Regeln, schützt vor Hass und holt konstruktive Stimmen nach vorn. Erst wenn sich Menschen sicher fühlen, bringen sie sich ein.
Selbst machen macht einen Unterschied
Die Psychologie kennt dafür den IKEA-Effekt: Menschen schätzen Dinge höher, an denen sie selbst mitgearbeitet haben. Das selbst aufgebaute Regal wirkt wertvoller als das fertig gelieferte. Beim Lunch zeigt Simone, was diese kognitive Verzerrung für eure Community bedeutet.
Quick Wins für den Alltag
Simone bringt Beispiele aus ihrer Arbeit mit den Wikimedia-Communitys und der re:publica mit, dazu 2 bis 3 Maßnahmen, die ihr direkt umsetzen könnt. Im Anschluss gibt es wie gewohnt Raum für eure Fragen im „Ask Me Anything"-Format.
Der Community Lunch auf einen Blick
Datum: Donnerstag, 29. Oktober 2026
Uhrzeit: 12.30 bis 13.00 Uhr
Format: Online-Talk via Web-Konferenz (Link folgt nach Anmeldung)
Thema: Community als Haltung: Was Medien von der digitalen Zivilgesellschaft lernen können
Gast: Simone Orgel (Digitalstrategin)
Moderation: Vivian Pein (Beraterin & Autorin)
Zielgruppe: Community Manager*innen, Social Media Professionals und Kommunikationsverantwortliche