
Polarisierung, Medienlogiken, soziale Medien, Vertrauensverlust – die Debattenkultur steht unter Druck. Das spüren auch Community Manager*innen täglich: Diskussionen, die eskalieren, Gespräche, die nicht in Gang kommen, Communitys, in denen echte Auseinandersetzung kaum stattfindet.
Julia Reuschenbach forscht genau dazu. Als Senior Lecturer für Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg beschäftigt sie sich mit politischer Kommunikation, Parteien und Wahlen. Gemeinsam mit Korbinian Frenzel hat sie 2024 das Buch „Defekte Debatten" (Suhrkamp) veröffentlicht.
Beim Community Lunch erklärt sie, was eine funktionierende Debatte eigentlich braucht und warum Streitfähigkeit eine demokratische Kernkompetenz ist. Denn es geht nicht um Harmonie, sondern um produktiven Dissens: Räume, in denen unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen, ohne dass Gespräche abbrechen oder in Hassrede kippen. Sie zeigt, warum Perspektivwechsel und klare Sprache dabei keine netten Extras sind, sondern zentrale Instrumente – und was Reuschenbach & Frenzel als Antwort auf defekte Debatten vorschlagen.
Und was bedeutet das für die konkrete Community-Arbeit? Genau darum geht es im zweiten Teil: Praxis-Insights und Quick Wins, die sich direkt umsetzen lassen. Nach dem Input gibt es Raum für Fragen in einem Q&A.
Der Community Lunch auf einen Blick
Datum: Donnerstag, 23. April 2026
Uhrzeit: 12.30 – 13.00 Uhr
Format: Online-Talk via Web-Konferenz (Link folgt nach Anmeldung)
Thema: Defekte Debatten, starke Communitys: Was Community Manager*innen von der Debattenforschung lernen können
Experten: Dr. Julia Reuschenbach (Senior Lecturer für Sozialwissenschaften, Universität Hamburg) & Vivian Pein (Beraterin & Autorin)
Zielgruppe: Community Manager*innen, Social Media Professionals und Kommunikationsverantwortliche