
Was ist SPUR?
SPUR steht für „Standards for Publisher Usage Rights“. Die Koalition setzt sich dafür ein, dass KI-Unternehmen journalistische Inhalte nur mit Erlaubnis nutzen und dafür fair bezahlen. Gegründet haben sie im Februar 2026 unter anderem The Guardian, Telegraph und BBC. Heute gehören ihr rund 80 Medienhäuser und Verbände aus mehr als 20 Ländern an.
Sichtbar machen, wer Inhalte nutzt
Medienhäuser wissen oft nicht, wer ihre Inhalte wie nutzt. Deshalb hat SPUR Anfang Oktober einen offenen Standard veröffentlicht. Er hält fest, wann eine KI einen Artikel abruft, zitiert oder anzeigt und ob Nutzer*innen darauf reagieren. Derzeit sperren Publisher KI-Anbieter oft aus, sagt SPUR-Technikleiter Alex Springer gegenüber Digiday. Melden KI-Firmen zurück, wie sie Inhalte nutzen, gibt es eher einen Grund, sie zuzulassen. Stephan Thurm von FUNKE sagt: „Wer professionell erstellte journalistische Inhalte nutzt, soll dafür bezahlen.“
Weniger Besuche über die Suche
Laut Reuters Institute zeigen mehrere Studien: Blendet Google eine KI-Übersicht ein, klicken deutlich weniger Menschen auf eine Website. Auf über 2.500 untersuchten Nachrichtenseiten kamen zwischen November 2024 und November 2025 ein Drittel weniger Besuche über die Google-Suche. Wie viel davon an KI liegt, ist offen. In einer Befragung des Reuters Institute rechnen Medienhäuser in drei Jahren mit über 40 Prozent weniger Besuchen über Suchmaschinen.
Warum eure Community wichtiger wird
Laut Befragung setzen Medienhäuser deshalb auf direkte Beziehungen zum Publikum und mehr Community-Aufbau, etwa mit Live-Formaten und Events.
Diese Entwicklung bestätigt, worauf wir mit unserer Community-Plattform conversario von Anfang an setzen: die Community. Unsere automatisierte Kommentarmoderation schafft einen geschützten Raum, damit sich Menschen gern beteiligen. Mit dem Plattformmodul Community Engagement (powered by engagently) baut ihr eure Community direkt auf eurer eigenen Website auf und bindet sie, etwa mit Debates, Polls und Quizzes.
Quellen: Press Gazette, Digiday, FUNKE, Reuters Institute