
80 Prozent der deutschen Onliner kennen KI-Zusammenfassungen von Google & Co. bereits – genutzt hat sie trotzdem noch nicht jede*r: Fast ein Drittel (29 %) hat die Funktion bislang gemieden, häufig wegen fehlendem Vertrauen. Das zeigt die Studie „So liest Deutschland Online-Nachrichten 2026", für die das Meinungsforschungsinstitut dynata 2.000 Internetnutzer*innen ab 16 Jahren repräsentativ befragt hat.
Was die Studie besonders deutlich macht: 61 Prozent schätzen KI-Zusammenfassungen aufgrund der Schnelligkeit, denn Quellen prüfen ist aufwändig und kostet Zeit. 39 Prozent vertrauen dem Ergebnis, solange es plausibel klingt, ohne die Originalquelle überhaupt zu öffnen. Interessant dabei: Frauen (44 %) verzichten häufiger auf den Quellencheck als Männer (37 %).
Für Community Manager*innen ist besonders relevant, bei welchen Themen Menschen der KI vertrauen und bei welchen nicht. Bei Essen & Kochen geben sich 54 Prozent mit der KI-Antwort zufrieden, bei Allgemeinwissen 51 Prozent, bei Sport 41 Prozent. Die Originalquelle bleibt unbesucht, der Traffic geht verloren. Anders bei komplexeren Themen: Nur 18 Prozent finden KI-Antworten bei aktuellen Nachrichten ausreichend, bei Wirtschaft sind es 17 Prozent, bei Wissenschaft 16 Prozent, bei Politik 14 Prozent und bei Finanzen gerade mal 12 Prozent. Hier suchen Menschen weiter – nach Einordnung, Verlässlichkeit, Kontext.
Gleichzeitig sind die Erwartungen an guten Journalismus und gute Inhalte hoch: 74 Prozent der Befragten fordern, dass Missstände aufgedeckt werden, 73 Prozent erwarten überprüfbare Fakten, 71 Prozent wünschen sich, dass Quellen kritisch bewertet werden.
Was bedeutet das in der Praxis? Wer in seiner Community vor allem oberflächliche Standardinhalte anbietet, wird zunehmend von KI-Antworten ersetzt – bevor die Community überhaupt landet. Wer relevant bleiben will, muss einen Mehrwert schaffen, den keine Zusammenfassung leisten kann: Kontext, Hintergründe, Expertise und vor allem authentischen Dialog. Genau das ist es, was Communitys gegenüber KI unschlagbar macht und was Mitglieder bindet.
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