
Schutz durch Technik: Unser Fundament
Seit 2016 entwickeln wir Software, die Community Manager*innen im Kampf gegen Hassrede entlasten. Unser Ausgangspunkt war und bleibt derselbe: Die Menschen, die digitale Räume schützen, brauchen Werkzeuge, die ihnen Arbeit abnehmen, ohne ihnen die Kontrolle zu entziehen. Wir setzen auf Automatisierung, die Handlungsspielräume schafft, damit Moderation dort stattfinden kann, wo Empathie und menschliches Urteilsvermögen gefragt sind.
Warum wir unterzeichnen
Wir glauben, dass bessere digitale Communitys möglich sind. Nicht als Wunschdenken, sondern als Überzeugung, an der wir seit 2016 arbeiten. Fairer Dialog und konstruktive Diskurse sind ein demokratisches Gut. Die Bereitstellung und Pflege von Orten des Austauschs darf nicht allein den großen sozialen Netzwerken überlassen bleiben. Dezentrale, moderierbare Plattformen nutzen Betreiber*innen und Nutzer*innen gleichermaßen.
Der Kodex für Community Management macht aus dieser Überzeugung verbindliche Standards. Er entstand nicht im Elfenbeinturm, sondern aus der Praxis: Über 20 Community-Management-Teams aus Zivilgesellschaft, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft haben ihre Erfahrungen eingebracht. Das Ergebnis sind acht Leitprinzipien, die zwei Felder adressieren, die uns seit Jahren beschäftigen:
Erstens: Moderation als Kernaufgabe. Klare, transparente Regeln gegen Hassrede, konsequent angewendet und an demokratischen Grundwerten orientiert. Nicht als optionale Aufgabe, sondern als zentrale Verantwortung jeder Organisation, die digitale Räume betreibt.
Zweitens: Struktureller Schutz für Community Manager*innen. Wer täglich Kommentarspalten moderiert, tut das oft unter hohem Druck, mit unklaren Zuständigkeiten und ohne ausreichende Unterstützung. Der Kodex fordert bessere Arbeitsbedingungen und Maßnahmen zum Schutz vor psychischer Belastung. Diese Forderung unterstützen wir, weil conversario für genau diese Teams gebaut ist.
Gemeinsam für eine gesunde Debattenkultur
Demokratie wird heute auch in Kommentarspalten verhandelt. Zu den Erstunterzeichner*innen gehören neben ferret go/conversario die Amadeu Antonio Stiftung, Campact, GLS Bank, CSD Deutschland und SocialHub. Initiiert wurde der Kodex von Vivian Pein sowie Oliver Saal und Teresa Sündermann vom Projekt Civic.net.
Organisationen, die für eine gesunde Debattenkultur eintreten möchten, können den Kodex unter communitykodex.de unterzeichnen.